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Haltung von Iriatherina werneri (Filigranregenbogenfisch), Meinken 1974□ Allgemein Der Filigranregenbogenfisch ist eine der kleineren Regenbogenfischarten, die 4-5 cm gross wird. Man findet weitere Bezeichnungen wie z.B. Schmetterlingsregenbogenfisch, Prachtregenbogefisch oder auch Fadenflossenregenbogenfisch (letzteres im Englischen als Threadfin = Fadenflosse bezeichnet) Iriatherina werneri sind sensible Fische, die falsche Wasserwerte und falsche Ernährung schnell mit Verblassen der Farben quittieren. Wird nicht gegengesteuert, wird der Fisch zunehmend teilnahmslos, kränkelt und stirbt schliesslich. Diese Art benötigt wesentlich mehr Beobachtung und "Zuwendung" als viele andere (Regenbogen-) Fischarten, die in Aquarien gehalten werden.
□ Herkunft Der Filigranregenbogenfisch stammt aus Papua Neu Guinea (PNG) und Australien (Queensland, Northern Territory). Die meissten (vermutlich alle) Fische, die bei uns im Handel angeboten werden, dürften aus PNG stammen. Mir sind keine genauen Habitatangaben aus PNG bekannt, es gibt jedoch aussagekräftige Informationen auf der ANGFA Survey Database über die Lebensräume in Australien. Demzufolge kommen die Fische in ruhigen, verkrauteten und strömungsarmen Gewässern vor, das Wasser ist sehr weich und sauer. Der pH Wert an den gemessenen Fundorten
lag zwischen 6.1 und 7.4, im Mittel bei 6.8 ! □ Wasserbedingungen Auf jeden Fall sollte das Wasser weich sein. Meine Filigranregenbogenfische leben in Wasser, das eine Karbonathärte von 2-4° aufweist, und einen pH Wert von - je nach Becken - 6,5 - 6,8 hat. Bei diesen Wasserbedingungen zeigen sie ihr natürliches Verhalten und erfreuen sich bester Gesundheit. Den pH Wert halte ich mittels CO2 Zugabe und pH- Controller mit Nachtabschaltung konstant (bis auf natürliche Absenkungen in der Nacht bedingt durch CO2 Abgaben der Pflanzen). □ Bepflanzung Die Iriatherina werneri lieben stark
verkrautete Becken, wobei aber ausreichend Schwimmraum mit berücksichtigt
werden muss. In meinem 540L Naturaquarium, in dem zeitweise bis zu 100
werneri leben, halten sie sich überwiegend im Freiwasserbereich auf. Die
Fische schätzen die Versteckmöglichkeiten und ziehen sich zum Balzen und
zur Eiablage oder wenn sie sich erschrecken gerne in die Stängelpflanzen
und die Javafarnbüsche zurück aber den grössten Teil des Tages verbringen
sie definitiv in der Zone, die Ihnen freien Schwimmraum bietet. □ Beckengrösse Nun muss das Becken nicht immer 540L
fassen. Die Haltung dieser Fische ist ab einer Beckengrösse von 60 cm
Kanten- □ Vergesellschaftung I meinem 540L Becken halte ich I. werneri mit Pseudomugil getrudae, einer Truppe Otocinclus, Siamesischen Rüsselbarben, Red Fire Garnelen und Cambarellus puer Zwergflusskrebsen. Aufgrund des ausreichenden Platzangebotes fühlen sich die Iriatherina werneri von keinem der anderen Beckenbewohner in irgendeiner Weise beeinträchtigt. Zumindest kann ich selbst nach mehreren Monaten weder Beeinträchtigungen noch Fischverluste beobachten. □ Futter Hier werden, neben den Wasserwerten, die
meissten Fehler gemacht, deshalb möchte ich auf die Fütterung etwas
ausführlicher eingehen. Im Handel werden häufig I. werneri angeboten, die
sich kurz vor dem Hungertod befinden, insbesondere die Weibchen. Die
inzwischen gestorbenen Fische gar nicht eingerechnet. Ich will jetzt nicht
pauschal alle Händler verurteilen aber in der Regel ist es einfach so, dass
dem Personal spezifische Informationen über diese Fische fehlen. Bei der Fütterung ist somit zu
berücksichtigen, dass es nicht reicht, wenn der Fisch das Futter ins Maul
bekommt, es darf letztendlich den Schlund nicht blockieren. Hinzu kommt,
dass die Fische das Futter fast ausschliesslich (Artemia ausgenommen) nur
von der Wasseroberfläche aufnehmen. Im natürlichen Habitat ernähren sie
sich überwiegend von Fluginsekten, die auf die Wasseroberfläche fallen. □ Wasser Filigranregenbogenfische lieben sauberes,
klares Wasser. Deshalb ist eine gute Filterung nötig, was nicht mit
starker Leistung des Filtermotors gleichzusetzen ist, denn starke Strömung
mögen sie weniger. Regelmässige Wasserwechsel und was darunter zu verstehen ist - da gehen die Lager in unserem Hobby weit auseinander. Ich wechsele in meinem 540L in dem ca. 100 I. werneri leben, einmal pro Woche 50% des Wassers, in meinen 54L Zuchtbecken 2-3 mal die Woche 30-50% des Wassers. Ich bin davon überzeugt, dass diese Wasserwechsel ein wesentlicher Grund für die Gesundheit und das Wohlbefinden meiner Fische sind. Grundsätzlich sollten 1 X pro Woche 50% Wasserwechsel durchgeführt werden. Zumindest führt diese Faustregel bei mir neben gesunden, laichfreudigen Fischen auch zu weitestgehend algenfreien Naturaquarien. |
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